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Grossbanken erwirtschaften 35% der Banken-Wertschöpfung

19.06.2017 | 11:59

Neuenburg (awp/sda) - Mehr als jeder dritte im Schweizer Bankensektor erwirtschaftete Franken geht auf das Konto der Grossbanken. Im Zuge der Finanzkrise haben UBS und Credit Suisse allerdings an Boden verloren: Ihr Anteil an der Bruttowertschöpfung sank zwischen 2007 und 2014 von 41 auf 35%.

Dagegen konnten die ausländisch beherrschten Banken und die Börsenbanken, die in der Kategorie "andere Banken" zusammengefasst werden, zulegen und liegen nun fast gleichauf mit den Grossbanken. Der Grund: Sie haben deutlich mehr Kommissionen eingenommen.

Das zeigt eine Analyse des Finanzsektors von 1995 bis 2014, die das Bundesamts für Statistik (BFS) am Montag veröffentlichte. Das BFS plant, künftig jährlich Daten dazu zu veröffentlichen. Von den Schwierigkeiten der Grossbanken profitierten demnach die Kantonal- und Regionalbanken, indem sie diesen Marktanteile abluchsen konnten.

Da diese sich vor allem auf Kreditgeschäfte konzentrieren, fahren sie zudem stabilere Ergebnisse ein als die Grossbanken, deren Einnahmen stärker von den Börsen abhängen.

RENTABLERE SCHADENVERSICHERUNGEN

Die Untersuchung des BFS zeigt weiter, dass sich die Versicherungsgeschäfte stark verlagert haben. Während die Lebensversicherungen Mitte der 90er-Jahre noch über ein Drittel der Bruttowertschöpfung im Sektor der Versicherungen und Pensionskassen einbrachten, waren es 2014 noch 11%. Unter anderem verloren sie wegen der geringeren Renditen der Kapitalanlagen an Attraktivität.

Andererseits legten aber auch die privaten Schadenversicherungen stark zu. Innerhalb von 20 Jahren stieg deren Anteil an der Wertschöpfung von 20 auf 34%. In diesem Zeitraum verdoppelten sich die eingenommenen Prämien, während die Schadenquoten im Allgemeinen zurückgingen. Damit warfen sie für die Versicherer mehr Geld ab.

Auch die Rückversicherer legten zu und machen nun fast ein Drittel der Wertschöpfung aus. Ihre Bedeutung ist seit den Anschlägen vom 11. September 2001 angestiegen./



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