Aktien Frankfurt Ausblick: Dax legt vor Zinsentscheidung der EZB zu

25.07.2019 | 08:15

FRANKFURT (awp international) - Am Tag der Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) dürfte der Dax die Gewinne seit Wochenbeginn im frühen Handel ausbauen. Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte rund eine Stunde vor dem Start am Donnerstag ein Plus von 0,54 Prozent auf 12 590 Punkte. Damit rückt das jüngste Hoch von 12 656 Zählern immer näher. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone wurde ähnlich hoch erwartet.

Unterstützung erhalten die Aktienmärkte diesseits des Atlantiks von der Wall Street, wo der marktbreite S&P 500 und der Technologie-Index Nasdaq 100 am Vortag neue Rekordhochs erklommen hatten. An den grossen fernöstlichen Handelsplätzen setzten sich die Gewinne am Morgen fort.

Nicht zuletzt die Erwartung unterstützender Massnahmen der grossen Notenbanken befeuert gegenwärtig die Aktienkurse. So dürfte die EZB ihre jüngsten Signale einer Lockerung der Geldpolitik nach Einschätzung von Experten bekräftigen. Mit einer Zinssenkung rechnen die meisten Experten an diesem Donnerstag aber noch nicht. Zudem herrscht aktuell Optimismus im US-Handelsstreit mit China.

Daneben richtet sich das Interesse auf die Quartalsberichte der Unternehmen. Aus dem Dax berichten Volkswagen (VW) und BASF über das zweite Quartal, bei BASF sind es endgültige Ergebnisse.

Am Vorabend hatte bereits die Deutsche Börse ihr Zahlenwerk veröffentlicht. Bei dem Unternehmen laufen die Geschäfte weiter rund. Im zweiten Quartal profitierte der Börsenbetreiber einmal mehr von dem hohen Absicherungsbedarf vieler Investoren. Die Anteilsscheine der Deutschen Börse notierten auf der Handelsplattform Tradegate gut 1 Prozent über dem Xetra-Schluss vom Vortag.

VW bestätigte seine Prognosen, woraufhin die Aktien auf Tradegate um gut 1 Prozent stiegen. BASF bleibt nach seinen erst jüngst deutlich gekappten Jahresziele pessimistisch. "Die weltweiten Risiken haben in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen", sagte Unternehmenschef Martin Brudermüller. Auf Tradegate gaben die Anteilscheine etwas nach.

Unter den im MDax der mittelgrossen Werte gelisteten Unternehmen bestätigte der Gabelstapler-Hersteller Kion - anders als der Konkurrent Jungheinrich - die Prognose. Kion schnitt im zweiten Quartal besser ab als von Analysten erwartet. Damit zogen die Papiere auf Tradegate um knapp 6 Prozent an.

Qiagen aber dämpfte die Erwartungen an Umsatz und Gewinn im laufenden Jahr. Der Biotech-Konzern begründete die schwächeren Aussichten mit Problemen in einer Partnerschaft in China. Die Qiagen-Papiere verloren auf Tradegate mehr als 3 Prozent.

Die im Nebenwertindex SDax gelisteten Anteilsscheine von Aixtron wiederum schnellten um gut 5 Prozent in die Höhe. Der Spezialanlagenbauer ist nun mit Blick auf die Profitabilität etwas optimistischer als zuvor./la/jha/


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