Aktien Schweiz Vorbörse: Konsolidierung erwartet - Richemont im Fokus

08.11.2019 | 08:40

Zürich (awp) - Die Schweizer Börse könnte zum Wochenschluss vorbörslichen Indikationen zufolge schwächer eröffnen. Nach dem jüngsten Anstieg auf ein neues Rekordhoch dürften die Anleger einen Gang hinunterschalten, heisst es am Markt. "Wer weiss, was über das Wochenende wieder so alles gezwitschert wird", sagt ein Händler und verweist auf die Handelsgespräche der USA mit China. Da könnten Gewinnmitnahmen nicht schaden. Am Vortag hatte die Meldung, wonach sich die USA und China auf eine schrittweise Reduzierung der gegenseitig erhobenen Strafzölle geeinigt hätten, für steigende Kurse gesorgt.

Dies werde Bestandteil eines ersten Teilabkommens sein, hiess es seitens der Regierung in Peking. Das Abkommen solle innerhalb der nächsten Wochen unterzeichnet werden. Der Handelsberater von US-Präsident Donald Trump, Peter Navarro, warnte allerdings, dass es noch keine finale Einigung in Bezug auf die Zölle gebe. Die Entscheidung liege in den Händen des Präsidenten. "Und vielleicht ist es genau das, was dem Markt fehlt: Ein Tweet des sonst in diesen Belangen so mitteilungsbedürftigen US-Oberhaupts, der die Fortschritte in den Verhandlungen bestätigt", kommentiert die Commerzbank.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete SMI notiert gegen 08.10 Uhr um 0,40 Prozent tiefer bei 10'285,98 Punkten. Der SMI hat in der laufenden Woche bislang 0,7 Prozent zugelegt und am Vortag bei 10'356,04 Punkten ein Rekordhoch markiert. 19 der 20 SMI-Titel geben im vorbörslichen Handel am Freitag nach.

Die stärksten Abschlag verbuchen die Aktien von Richemont (-4,7%). Dem Luxusgüterkonzern Richemont haben im Sommerhalbjahr die Probleme in Hongkong zu schaffen gemacht. Obwohl mehr umgesetzt wurde, verfehlte die Gesellschaft mit den Ergebnissen die Erwartungen der Analysten. Im Sog von Richemont büssen auch Swatch (-3,0%) deutlich Terrain ein.

Ansonsten halten sich die Einbussen in Grenzen. SGS verlieren 0,9 Prozent, was mit einer Verkaufsempfehlung von HSBC zu erklären wäre. Die Grossbank hat aus Bewertungsgründen die Anteile des Inspektionskonzerns auf "Reduce" von "Hold" gesenkt.

Einzige Gewinner im vorbörslichen Handel sind Adecco (+0,3%). Citigroup erhöhte das Kursziel auf 65 von 60 Franken erhöht und bestätigte die Kaufempfehlung für den Stellenvermittler.

pre/ys


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