Aktien Schweiz Vorbörse: Erholung erwartet - Banktitel im Aufwind

07.12.2018 | 08:45

Zürich (awp) - Am Schweizer Aktienmarkt stehen nach den heftigen Verlusten vom Vortag die Zeichen auf Erholung. Die Vorlage dazu liefern sowohl die New Yorker wie die asiatischen Börsen. Dank einer Schlussrally schloss der US-Leitindex Dow Jones nur knapp im Minus. Der Technologieindex Nasdaq drehte sogar noch ins Plus. Auch die wichtigsten Börsen in Asien tendierten leicht fester.

So schloss der japanische Nikkei um 0,82 Prozent höher. Der Hang Seng stand um 8.10 Uhr mit 0,02 Prozent im Plus. Für Auftrieb an den Märkten hat laut Händler die Hoffnung gesorgt, dass die US-Notenbank Fed das Tempo bei den Zinserhöhung drosseln könnte. Marktbeobachter gehen zudem davon aus, dass sich zuletzt die Anleger angesichts des realen Zustands der Wirtschaft zu pessimistisch gezeigt haben. Es gäbe zwar viele Unsicherheiten, schreibt CMC Markets. Die Fundamentaldaten zeigten jedoch, dass die US- und die Weltwirtschaft weiter gut im Schwung sei.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Leitindex SMI legt gegen 8.10 Uhr 1,22 Prozent auf 8'765,24 Punkte zu. Am Vortag hatte der SMI noch um 3,13 Prozent nachgegeben.

Deutlich zulegen konnten die Banktitel. So notieren vorbörslich Credit Suisse um 2,36%, die UBS um 2,15% und Julius Bär um 1,63% im Plus. Diese Titel gehörten in den letzten Tagen jedoch auch zu den Aktien mit hohen Verlusten.

Das gleiche gilt auch für den Techtitel AMS (+5,1%). Nur im Mittelfeld dagelegen liegen die Zykliker ABB (+1,4%), Geberit (+0,77%), Lafarge Holcim (+1,2%) und Sika (+1,07%) sowie die Uhrentitel Swatch (+1,1%) und Richemont (+1,1%).

Die defensiven SMI-Schwergewichte Nestlé (+0,8%) und Novartis (+1,04%) tendieren vorbörslich schwächer als der Markt, Roche bricht mit +1,6 Prozent nach oben aus. Der Konzern hat in den USA die Zulassung für eine Kombinantionstherapie bei Lungenkrebs erhalten.

Überdurchschnittlich im Plus liegt bei den Midcaps nach einer Hochstufung durch Barclays der Partizipationsschein von Schindler (+2,43%). Der Aufzugs- und Rolltreppenbauer sei zwar nicht immun gegen die diversen Gegenwinde in der Branche wie steigende Lohn- und Rohstoffkosten sowie den anhaltenden Preisdruck aus China, so die Analysten der Bank. Allerdings sei Schindler in der günstigen Lage, gerade das Produktportfolio zu erneuern und auch von sinkenden Kosten einer höheren Standardisierung zu profitieren.

lie/yr


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