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Aktien New York: Weiter am Gängelband der US-chinesischen Beziehungen

21.05.2019 | 19:56

NEW YORK (awp international) - Die Lockerung der Sanktionen gegen den chinesischen Technologiekonzern Huawei hat am Dienstag für ein wenig Erleichterung gesorgt. Der Dow Jones Industrial stieg zuletzt um 0,69 Prozent auf 25 856,75 Punkte. Damit hängen die US-Börsen unverändert am Fortgang der Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zwischen den USA und China.

Die USA lockerten die strengen Massnahmen gegen Huawei vorübergehend. Am Vortag hatten Sanktionen gegen den Netzwerkausrüster und Smartphone-Hersteller die US-Tech-Branche und hier vor allem die Kurse von Chip-Produzenten merklich belastet. Anleger waren besorgt hinsichtlich der Lieferbeziehungen der betroffenen Unternehmen zu den Chinesen.

Der breit gefasste S&P 500 rückte am Dienstag um 0,92 Prozent auf 2866,35 Zähler vor. Der Nasdaq 100 erholte sich um 1,16 Prozent auf 7462,16 Punkte. Der technologielastige Index hatte am Montag besonders unter den Sanktionen gegen Huawei gelitten.

Huawei-Kunden müssen sich vorerst keine Sorgen um die Funktionalität ihrer Smartphones machen. Ab sofort gilt für 90 Tage eine Regelung, die einige Geschäfte von US-Unternehmen mit Huawei erlaubt. Das gilt auch für den technischen Betrieb von Mobilfunk-Netzwerken.

Das sorgte vor allem bei den am Vortag belasteten Technologiewerten für eine Erholung. In der Chipbranche legten Qualcomm , Broadcom und Xilinx um bis zu 3,7 Prozent zu. Papiere des Google -Mutterkonzerns Alphabet , dessen Smartphone-Betriebssystem Android auf Huawei-Geräten läuft, rückten um 1 Prozent vor. Immer wieder bewegt vom Handelsstreit sind auch Apple , die um 2,4 Prozent stiegen.

Hohe Kursverluste erlitten Aktien von Einzelhändlern. So büssten Kohl's nach gekürzten Jahreszielen um 9,4 Prozent ein. JCPenney rutschten wegen eines unerwartet hohen Quartalsverlustes um 7 Prozent ab. Beide Papiere erholten sich jedoch von zuvor noch höheren Verlusten. Auch bei Home Depot überzeugte der Umsatz im ersten Quartal nicht, der Kurs gab jedoch mit 0,3 Prozent nur moderat nach.

Bei den Nebenwerten sorgte ein Übernahmeangebot für Aufsehen. So bietet der Anbieter von Industrieprodukten Crane 45 US-Dollar für jede Aktie des Ventilspezialisten Circor . Dessen Papiere schnellten um rund 40 Prozent auf knapp 43 Dollar nach oben. Crane-Aktien gaben um 2,1 Prozent nach.

Der US-Pharmariese Merck & Co will sich durch eine Übernahme im Krebsgeschäft stärken. Für bis zu 2,2 Milliarden US-Dollar soll das private US-Biotechnologieunternehmen Peloton Therapeutics einverleibt werden. Merck & Co stiegen um 1 Prozent.

Tesla -Aktien fielen um mehr als 3 Prozent. Die Investmentbank Morgan Stanley hatte ein Extremszenario für die Aktien aufgestellt: Analyst Adam Jonas errechnete für den schlimmsten Fall, dass die Aktien nur noch 10 US-Dollar wert sein könnten. In seinem Kernszenario blieb er jedoch bei einem Kursziel von 230 Dollar und der neutralen Einschätzung "Equal-weight"./bek/he


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