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Aktien Schweiz Schluss: Starke Novartis und Alcon stützen Gesamtmarkt

24.04.2019 | 18:15

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch den Aufwärtstrend fortgesetzt und fester geschlossen. Getragen wurde der Anstieg des SMI vor allem von den schwergewichtigen Novartis-Aktien und von Alcon. Zahlreiche Titel im SMI/SLI litten laut Händlern dagegen unter Gewinnmitnahmen. Das Potential nach oben sei etwas beschränkt, hiess es dazu in Marktkreisen. Zudem nahe der Monat Mai, der laut Händlern zu den eher schwächeren Börsenzeiten des Jahres zählt. "Die Anleger befürchten das saisonale Verhaltensmuster 'sell in May and stay away'", sagte ein Händler.

Das allgemeine Börsensentiment wurde vor allem dank der bisher gut angelaufenen Bilanzsaison als freundlich beschrieben. Mit den drei Schwergewichten Nestlé, Roche und Novartis oder auch mit Credit Suisse hätten nun einige der Grosskonzerne mit ihren Ergebnissen die Erwartungen für das erste Quartal übertroffen. Auch die unerwartete Eintrübung des deutschen Ifo-Index, der schlechtere Aussichten für die deutsche Wirtschaft signalisierte, habe dem Optimismus der Anleger nicht viel anhaben können, hiess es am Markt.

Der Swiss Market Index (SMI) stieg vorübergehend bis auf 9'704,53 Punkte - ein neues Allzeithoch - und schloss noch um 0,21 Prozent höher bei 9'655,67 Zählern. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) rückte 0,04 Prozent auf 1'515,00 Punkte vor. Der Swiss Performance Index (SPI) gewann 0,21 Prozent auf 11'615,39 Punkte. Von den 30 Top-Werten gaben 20 nach und zehn legten zu.

Stütze des Marktes waren Novartis mit einem Plus von 2,4 Prozent. Der Gesundheitskonzern übertraf mit seinem Quartalsbericht die Analystenerwartungen. Aber nicht nur beim Umsatz, sondern auch beim operativen Gewinn lag das Unternehmen über den Prognosen. Zudem erhöhte der Konzern die Zielvorgaben für den operativen Kerngewinn im laufenden Jahr.

Die Aktien der von Novartis jüngst abgespaltenen Division Alcon stiegen um 2,4 Prozent. Nach Novartis-Angaben verbuchte die Augenheilmittelfirma im ersten Quartal einen Umsatz von 1,78 Milliarden Dollar und einen Kerngewinn von 278 Millionen Dollar.

Bei Credit Suisse (+0,4%) schmolzen frühe Gewinne zum grössten Teil auf zuletzt noch +0,1 Prozent ab. Im Frühhandel hatte das Kursplus zeitweise gut 4,5 Prozent betragen. Die zweitgrösste Schweizer Bank übertraf mit dem Ausweis zum ersten Quartal die Analystenerwartungen. Wegen eines schwierigen Umfelds ging der Ertrag leicht zurück, lag aber noch immer am ganz oberen Ende der Erwartungsbandbreite. In Expertenkreisen kam der Nettoneugeldzufluss gut an.

Die Aktien von Rivale UBS (-0,04%) schlossen eine Spur tiefer. UBS wird die Quartalszahlen am Donnerstag vorlegen. Händler hofften dabei auch auf Aussagen zu den im Markt kursierenden Spekulationen um das Asset Management der Grossbank.

Die Anteile der Vermögensverwalter Julius Bär (+2,4%), VP Bank (+1,0%) und Vontobel (+1,3%) waren ebenfalls rege gesucht.

Zulegen konnten ausserdem Adecco (+0,8%), die nach guten Zahlen des Konkurrenten Randstad stark gefragt waren. Händler sprechen von einer "Steilvorlage" durch Randstad.

Zu den Gewinnern zählten auch Technologietitel wie AMS (+1,3%), Logitech (+0,4%) und Temenos (+0,3%).

Die Anteile von Kühne+Nagel (-2,0%) büssten dagegen am Tag vor der Ergebnisvorlage Terrain ein. Händler erwähnten als einen Grund dafür den höheren Ölpreis. "Ein höherer Ölpreis bedeutet stets auch höhere Kosten und damit wohl auch tiefere Margen", sagte ein Börsianer.

Aktien wie Clariant (-1,3%), LafargeHolcim (-0,91,1%) und Partners Group (-1,3%) litten nach der erfreulichen Kursentwicklung im laufenden Jahr unter Gewinnmitnahmen. Bei Lonza (-1,1%) erklärten Händler den Kursrückgang mit der Dividendenzahlung.

Auch beim Schwergewicht Nestlé (-0,03%) oder den Pharmatiteln von Vifor (-0,5%), die seit Jahresanfang stark gestiegen sind, strichen Anleger Gewinne ein.

Am breiten Markt verzeichneten Aktien von Arzneimittel- und von Hochtechnologiefirmen zum Teil deutliche Kursanstiege: ObsEva (+5,1%), Addex (+2,4%), Siegfried (+3,6%) , Basilea (+3,1%), Idorsia (+2,3%), U-blox (+3,0%), Crealogix (+3,0%) oder Kudelski (+1,6%) reihten sich unter die Gewinner ein.

Auf der Gegenseite büssten Phoenix Mecano nach einem schwachen Quartal und einer enttäuschenden Prognose für 2019 2,7 Prozent ein.

pre/tp



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