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Aktien Schweiz Vorbörse: SMI peilt 10'000er Marke an - US-Notenbank stützt

20.06.2019 | 08:45

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt dürfte am Donnerstag zum Handelsstart die Marke von 10'000 Punkten ins Auge fassen. Erst vor zwei Tagen hatte der Leitindex SMI sie erstmals geknackt. Rückenwind dürfte er dabei von der US-Notenbank Fed bekommen. Diese hatte am Vorabend ihre jüngste Zinsentscheidung veröffentlicht und dabei die Tür für eine mögliche Zinssenkung in diesem Jahr geöffnet.

Allerdings heben zahlreiche Strategen hervor, dass Wachstumssorgen der Grund für diese Haltung seien. Den Börsen in Übersee hat die US-Notenbank damit dennoch zu einer freundlichen Tendenz verholfen, wobei sich gerade in Asien zudem noch Hoffnung auf eine Annäherung im US-chinesischen Handelsstreit bemerkbar mache. US-Präsident Donald Trump und Chinas Xi Jinping werden sich kommende Woche beim G20-Gipfel zu Gesprächen treffen. Während sich die Bank of England erst gegen Mittag noch zu ihrem geldpolitischen Kurs äusseren wird, hat die japanische Zentralbank ihre Geldpolitik nicht verändert.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete SMI gewinnt gegen 08.20 Uhr 0,28 Prozent hinzu auf 9'989,65 Punkte.

Dabei stehen starke Uhrenwerte schwachen Bankaktien gegenüber. Die Papiere von Richemont und Swatch (beide +1,2%) profitieren von starken Uhrenexport-Daten für den Monat Mai. Das Exportvolumen von Schweizer Uhren hat gegenüber dem Vorjahr sogar zweistellig zugelegt, was zuletzt vor gut einem Jahr der Fall war.

Derweil macht sich bei den Aktien der Credit Suisse (-0,8%), der UBS (-0,5%) und von Julius Bär (-0,2%) vorbörslich die Entwicklung der US-Renditen bemerkbar. So rentieren die wichtigen zehnjährigen US-Treasuries erstmals seit November 2016 mit weniger als 2 Prozent. Diese Schwelle gilt als psychologisch wichtig. Grund dafür ist die US-Notenbank, die erklärt hatte, dass die Unsicherheiten für den wirtschaftlichen Ausblick zugenommen hätten.

Bei der CS verweisen Börsianer zudem auf einen Bericht der "Financial Times", wonach ein Rechtsstreit zwischen einem Pekinger Grosskonzern und einer der renommiertesten Universitäten des Landes die Absicht der Grossbank, wie geplant die Kontrolle über einen chinesischen Wertpapierhändler zu übernehmen, gefährden könnte.

Im breiten Markt ziehen unterdessen Barry Callebaut (+1,7%) nach einem Analystenkommentar überdurchschnittlich an. Die CS nimmt die Abdeckung mit "Outperform" wieder auf.

hr/tt


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