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Comet erzielt weniger Umsatz und deutlich weniger Gewinn

11.02.2019 | 07:51

Flamatt (awp) - Der Freiburger Röntgenspezialist Comet spürt nach dem Steigerungslauf der letzten Jahre das rauer werdende Klima am Halbleitermarkt. Während der Umsatz 2018 nach dem Rekordjahr 2017 leicht zurückfiel, brach das Ergebnis regelrecht ein. Einmalige Kosten für die Restrukturierung des Geschäfts drückten auf den Gewinn.

Der Umsatz von Comet sank im vergangenen Jahr auf 436,4 Millionen Franken nach zuvor 443,4 Millionen, teilte Comet am Montag mit. Die Stagnation überrascht nicht: Anfang November hatte Comet bereits davor gewarnt, dass die Verkäufe im Gesamtjahr noch 430 bis 440 Millionen Franken erreichen dürften, nachdem man davor einen Wert im Bereich von 440 bis 460 Millionen angepeilt hatte.

Grund dafür seien die starken Verwerfungen am Halbleitermarkt. Vor allem die schwache Nachfrage nach Speicherchips und die von einigen Herstellern verschobenen Investitionen in die Ausrüstung von Fabriken macht Comet zu schaffen. Darunter hat besonders der Bereich "Plasma Control Technologies" zu leiden. Da sei es in der zweiten Jahreshälfte zu einem signifikanten Umsatzrückgang von 28 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr gekommen, hiess es.

___ Hohe Kosten belasten

Um sich auf die neue Lage am Markt einzustellen, ergriff Comet Massnahmen. Diese seien Ende 2018 abgeschlossen worden. So reduzierte Comet die Produktionskapazitäten, trennte sich vom Hersteller der "ebeam"-Systeme am US-Standort Davenport, und es wurde ein umfassendes Programm zur Verbesserung der Ergebnisse im Röntgensystemgeschäft an die Hand genommen.

Die Restrukturierungsmassnahmen hatten allerdings hohe Einmalkosten zur Folge. Diese belaufen sich laut Mitteilung auf Stufe Betriebsergebnis (EBITDA) auf insgesamt 10,5 Millionen Franken. Gleichzeitig halte man mit Blick in die Zukunft an der Finanzierung von verschiedenen Projekten fest, hiess es.

In der Rechnung hinterlässt dies deutliche Spuren: Der EBITDA hat sich 2018 beinahe halbiert. Er liegt noch bei 37,8 Millionen Franken nach zuvor 63,2 Millionen. Und die dazugehörige Marge steht bei 8,7 Prozent.

Mit der ausgewiesenen Marge liegt Comet am oberen Rand der ebenfalls im November abgegebenen Prognose von 7 bis 9 Prozent. Um Einmalkosten bereinigt läge die Marge bei 11,1 Prozent, so die Mitteilung.

___ Weniger Dividende

Unter dem Strich verbleibt noch ein Reingewinn von 12,3 Millionen Franken nach zuvor 35,3 Millionen. Ohne die Einmaleffekte ergäbe sich ein Gewinn von 24,3 Millionen. An die Aktionäre will Comet nun weniger ausschütten: Der Verwaltungsrat schlägt eine Dividende von 1,20 Franken je Aktie vor. Das sind 30 Rappen weniger als im Vorjahr.

Zum Ausblick macht Comet bei der Vorlage der Kennzahlen indes keine Angaben. Die detaillierten Zahlen für das Geschäftsjahr 2018 sollen am 14. März vorgestellt werden.

mk/ys



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