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CS-Aktionär Qatar Investment Authority baut Anteil aus

24.01.2023 | 11:58

Zürich (awp) - Die Qatar Investment Authority hat ihren Anteil an der Credit Suisse ausgebaut. Der Staatsfonds des Golfstaates hält derzeit einen Anteil von knapp 6,9 Prozent an der Schweizer Grossbank, wie einer am Freitag eingereichten Meldung an die US-Börsenaufsicht SEC zu entnehmen ist.

Die Qatar Investment Authority ist damit klar die zweitwichtigste Aktionärin der Credit Suisse hinter der Saudi National Bank (SNB). Laut einem Bericht der "Financial Times" vom Montagabend hat der Staatfonds seinen Anteil an der CS im vergangenen Jahr verdoppelt. Laut einem früheren FT-Bericht hatte die Qatar Investment Authority im vergangenen Jahr an der CS-Kapitalerhöhung für qualifizierte Aktionäre teilgenommen.

Die Credit Suisse wollte die Berichte am Dienstag auf Anfrage nicht weiter kommentieren. In den Beteiligungsmeldungen bei der Schweizer Börse SIX wie auch auf der CS-Homepage und bei der SIX wird der Anteil der Golfstaates allerdings unverändert mit 5,03 Prozent und damit tiefer als in der SEC-Meldung beziffert. Die Diskrepanz zwischen den Angaben könnte laut Beobachtern allerdings auf unterschiedliche meldepflichtige Schwellen bei der SEC und der SIX zurückzuführen sein.

Bedeutendste CS-Aktionärin ist seit der Kapitalerhöhung des vergangenen Jahres die Saudi National Bank (SNB), die mit etwas unter zehn Prozent an der Grossbank beteiligt ist. Der "Financial Times" zufolge hat hingegen die saudi-arabische Familie Olayan zuletzt ihren Anteil auf noch rund drei Prozent reduziert. Dennoch halten die drei Investoren aus dem Nahen Osten - also SNB, Qatar Investment Authority und Olayan - zusammen weiterhin rund einen Fünftel der Credit Suisse-Aktien.

Einen Anteil von knapp 4 Prozent vermeldet zudem die US-Gesellschaft Blackrock. Dagegen hatte die US-Investmentgesellschaft Harris Associates im laufenden Monat die Senkung ihres Anteil unter die meldepflichtige Marke von 3 Prozent mitgeteilt. Dies obwohl sich die langjährige Grossaktionärin noch im Oktober noch ausdrücklich hinter die Restrukturierungspläne der Grossbank gestellt hatte.

pre/tp



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