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Devisen: Euro fällt weiter - Wieder unter 1,10 Franken

23.07.2019 | 12:46

FRANKFURT (awp international) - Der Euro ist am Dienstag unter die Marke von 1,12 US-Dollar gefallen. Am Mittag rutschte die Gemeinschaftswährung bis auf 1,1176 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Anfang Juni. Aktuell geht er mit 1,1178 Dollar nur minimal höher um.

Zum Franken notiert der Euro aktuell mit 1,0997 Franken unter der psychologisch wichtigen 1,10er Marke. So tief hat der Euro letztmals vor zwei Jahren notiert. Bei der Commerzbank schreiben die Devisenexperten in einem aktuellen Kommentar, das Währungspaar dürfte damit Niveaus erreichen, bei denen die SNB wieder stärker gegen ein weiteres Erstarken des Franken intervenieren könnte. Der US-Dollar kostet zeitgleich 0,9839 Franken und damit in etwa so viel wie am Morgen.

Anleger schauen mit Spannung auf Grossbritannien, wo am frühen Nachmittag der Nachfolger von Theresa May als Parteivorsitzender und Premierminister bekanntgegeben wird. Als aussichtsreichster Kandidat gilt Boris Johnson, Mitbewerber Aussenminister Jeremy Hunt werden nur geringe Chancen eingeräumt. Das britische Pfund gab am Vormittag nach. Ein Sieg Johnsons sei am Markt eingepreist, heisst es in einem weiteren Kommentar der Commerzbank. Alles andere wäre eine Überraschung.

Die Euro-Schwäche geht auf eine Dollar-Stärke zurück, ausgelöst durch eine Einigung auf eine Schuldenobergrenze in den USA. Am Vortag hatten sich die US-Regierung und Vertreter des US-Kongresses über ein Haushaltspaket mit einer Laufzeit von zwei Jahren verständigt. Darin wurde auch eine Schuldenobergrenze festgelegt. Die Einigung hat einen möglichen Stillstand der Regierungsgeschäfte abgewendet. In den vergangenen Jahren hatte der Streit um den Staatshaushalt mehrfach die Regierungsgeschäfte in den USA zeitweise lahmgelegt.

/elm/jsl/jha/hr


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