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Devisen: Euro steigt auf knapp 1,11 US-Dollar und zieht auch zum Franken an

21.11.2019 | 13:41

FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat am Donnerstag etwas zugelegt. Am Mittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,1089 US-Dollar und damit etwas mehr als am Morgen.

Schwächer tendiert dagegen der Franken. Das Währungspaar EUR/CHF erholte sich wieder in Richtung 1,10 und steht zuletzt bei 1,0988 Franken nach 1,0973 am Morgen. Der Dollar legt zum Franken ebenfalls leicht zu auf 0,9913 von 0,9906 am Morgen.

Seit Wochenbeginn bewegt sich der Euro nur wenig von der Stelle. Dies dürfte nicht zuletzt auf einen Mangel an entscheidenden Konjunkturdaten zurückzuführen sein. Den stärksten Einfluss auf den Wechselkurs üben Nachrichten zum politischen Verhältnis zwischen den USA und China aus. Diese sind überwiegend negativ.

Für Belastung sorgt vor allem die Verabschiedung zweier Gesetzesentwürfe zur Unterstützung der Demokratiebewegung in Hongkong. Sollte US-Präsident Donald Trump die Entwürfe gegenzeichnen, werden Sanktionen möglich. China droht in dem Fall mit Gegenmassnahmen. Die Angelegenheit stellt eine weitere Belastung des amerikanisch-chinesischen Verhältnisses dar und erschwert eine Einigung im Handelskonflikt.

Der Nachrichtenfluss zum Handelsdisput liefert derzeit kein eindeutiges Bild. So gibt es einerseits Meldungen, die eine baldige Einigung auf ein erstes Handelsabkommen unwahrscheinlich erscheinen lassen. Andererseits gibt es Stimmen aus China, die positiver klingen. "Vorsichtig optimistisch" äusserte sich unlängst Chinas Vizepremier und Handelsbeauftragter Liu He.

Hinzu kam am Donnerstag ein Pressebericht, wonach China die US-Handelsdelegation zu weiteren Gesprächen eingeladen habe, die Delegation aber nur dann mit hochrangigem Personal anreisen werde, wenn China zuvor Zugeständnisse in Bereichen wie Schutz geistigen Eigentums oder erzwungener Technologietransfer mache.

Am Nachmittag stehen in den USA Wirtschaftsdaten aus der zweiten Reihe, also mit eher geringer Marktrelevanz, an. Veröffentlicht werden einige Frühindikatoren, die wöchentlichen Zahlen vom Arbeitsmarkt und Daten vom Immobilienmarkt.

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