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Moderna-Schweiz-Chef stützt "Lonza-Version" von Berset

16.04.2021 | 16:28

Zürich (awp/sda) - Der Bund hat mit seinem Verzicht auf eine eigene Impfproduktionsstrasse im Lonza-Werk im Wallis "nichts verpasst". Eine eigene Impfproduktionsstrasse hätte nicht mehr gebracht, "als was die Schweiz jetzt sowieso hat", sagte Dan Staner, Geschäftsführer des Impfstoffherstellers Moderna Schweiz, in einem Zeitungsinterview.

Es habe auch nie entsprechende Gespräche gegeben. Moderna habe der Schweizer Regierung nie angeboten, Anlagen von ihnen zu kaufen. "Wir verkaufen Impfdosen und keine Produktionsstrassen", so Staner in den Tamedia-Medien vom Freitag.

Mit diesen Aussagen stützt er die Aussagen von Gesundheitsminister Alain Berset. Dessen Kontakte mit Lonza in Visp hatten eine Kontroverse über mögliche Investitionen des Bundes in die Impfproduktion ausgelöst. Im Vordergrund stand die Frage, ob der Bundesrat ein Angebot von Lonza für den Kauf einer Impfstoff-Produktion ausgeschlagen habe.

Laut Staner sind finanzielle Investitionen nicht mehr das entscheidende Kriterium, um einen schnelleren Zugang zu Impfstoffen zu sichern. Der Flaschenhals liege mittlerweile anderswo. Es sei vor allem eine Herausforderung, genügend qualifiziertes Personal zu finden. Dafür brauche es spezialisierte Fachkräfte. Allein in der Schweiz habe Moderna 60 Stellen ausgeschrieben.



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