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Devisen: Eurokurs legt im US-Handel zu

18.07.2019 | 21:21

NEW YORK (awp international) - Der Eurokurs hat am Donnerstag im US-Geschäft nach weiteren Zinssenkungsspekulationen zugelegt. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1275 US-Dollar gehandelt, nach 1,1218 Dollar im europäischen Nachmittagshandel.

Zum Franken notiert der Euro derweil mehr oder weniger unverändert, d.h. das Währungspaar Euro/Franken hält sich mit aktuell 1,1073 weiter unter der Marke von 1,11. Der Dollar hat sich zum Franken abgeschwächt und notiert zu 0,9821 Franken, dies nach 0,9871 am Vorabend.

Auslöser der Euro-Stärke und Dollar-Schwäche war Händlern zufolge eine Aussage des Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York, John Williams. Der Fed-Offizielle unterstrich die Notwendigkeit einer schnellen Zinsreaktion der US-Notenbank, sollten die Währungshüter zu dem Schluss kommen, dass sich die US-Wirtschaft in Schwierigkeiten befinde.

In Europa litt der Eurokurs unter der Meldung, dass die EZB eine mögliche Überarbeitung ihres Inflationsziels prüft. Es werde informell analysiert, ob das aktuelle Inflationsziel noch angemessen sei, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit dem Thema befasste Offizielle. EZB-Präsident Mario Draghi bevorzuge einen sogenannten "symmetrischen Ansatz", hiess es.

Bei einem symmetrischen Ansatz hätte die Notenbank einen grösseren Spielraum und könnte über einen längeren Zeitraum eine Abweichung vom Zielwert von zwei Prozent nach oben oder unten akzeptieren. Nach einer längeren Schwächephase könnten so die Leitzinsen länger niedrig bleiben, um das Wirtschaftswachstum abzusichern. Dies nährte an den Finanzmärkten Spekulationen um eine länger währende Phase der aktuell lockeren Geldpolitik, sagten Händler. Niedrige Zinsen belasten tendenziell eine Währung. /edh/jsl/he/kw


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