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Meyer Burger: Sentis-Gruppe fordert aoGV zur Wahl eines neuen VR-Mitglieds

13.08.2019 | 18:43

(Mit Reaktion von Meyer Burger im vorletzten Abschnitt ergänzt)

Thun/Balzers (awp) - Die Gruppe der Meyer Burger-Aktionäre um Sentis Capital hat erneut die Einberufung einer ausserordentlichen Generalversammlung (aoGV) gefordert. Dies sei dem Unternehmen nun in einem "schriftlichen Begehren" mitgeteilt worden, heisst es in einer Medienmitteilung vom Dienstag.

Sentis hat jedoch die Forderung gegenüber früheren Äusserungen etwas zurückgeschraubt. Statt der zuvor geforderten zwei neu zu wählenden Mitglieder für den Verwaltungsrat wird nun mit Mark Kerekes nur noch ein neues Mitglied vorgeschlagen. Er ist Co-Geschäftsführer und Verwaltungsratsmitglied von Sentis. Kerekes verfüge über vertiefte Kenntnisse im Solar und Finanzbereich und habe mehrjährige Erfahrung als Verwaltungsrat, heisst es. Auf ein Honorar für seine Tätigkeit werde er verzichten.

Gruppe mit 11 Prozent

Sentis, hinter welcher der russische Investor Pyotr Kondrashev steht, hatte Ende Juli mit dem Teutonia Opportunity Fund und einem Kreis privater Aktionäre eine Gruppe gebildet, die laut den jüngsten Beteiligungsmeldungen der SIX derzeit einen Anteil von gut 11 Prozent an Meyer Burger hält. Gemäss den heutigen Angaben besteht die Gruppe derzeit aus 14 Aktionären.

10 Prozent ist laut den Statuten des Unternehmens die Schwelle, ab der Aktionäre die Einberufung einer aoGV verlangen können. Entsprechend der Rechtslage geht die Gruppe davon aus, dass die Generalversammlung in den nächsten drei Wochen einberufen wird, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Sentis hatte bereits früher eine grundlegende Erneuerung des Meyer Burger-Verwaltungsrats gefordert.

Begehren prüfen

Das Solarunternehmen selbst ist laut eigenen Angaben bisher über E-Mail wie auch über die Medien über den Sentis-Antrag informiert worden und gibt sich in einer Mitteilung vom Dienstagabend zunächst bedeckt: Vorbehaltlich des formellen Eingangs werde der Verwaltungsrat von Meyer Burger das Begehren prüfen und anschliessend "gegebenenfalls" eine ausserordentliche Generalversammlung einberufen, schreibt das Unternehmen.

Meyer Burger hatte im Juli enttäuschende Halbjahreszahlen vorgelegt und damals eine "Überprüfung aller strategischer Optionen" angekündigt.

yr/tp/ra


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