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ABB setzt im Q3 weniger um und verdient weniger

23.10.2019 | 07:09

Zürich (awp) - Der Industriekonzern ABB hat im dritten Quartal 2019 erneut an Tempo eingebüsst. Der Umsatz stagnierte auf vergleichbarer Basis gegenüber dem Vorjahr. Nach einem guten ersten Quartal ging es bereits im zweiten nur noch schleppend voran. Die Konjunkturflaute schlägt auch bei ABB durch.

Der Umsatz ging in US-Dollar um 3,0 Prozent auf 6,89 Milliarden US-Dollar zurück. Rechnet man die Konsolidierungs- und die Währungseffekte heraus, ergab sich organisch ein stabiler Umsatz, wie der derzeit unter der interimistischen Führung von VR-Präsident Peter Voser segelnde Konzern am Mittwoch mitteilte. Das Wachstum ist damit gegenüber den ersten beiden Quartalen im Geschäftsjahr 2019 zum Erliegen gekommen. Im ersten Quartal resultiere noch ein organisches Plus von 4 Prozent und im zweiten immerhin noch von 2 Prozent.

Ähnlich sieht die Situation mit Blick auf den Auftragseingang aus. Dieser verringerte sich um 3 Prozent auf 6,69 Milliarden, organisch gesehen gingen die Aufträge minim um 1 Prozent zurück.

ABB ist in der Übergangsphase bis zum Amtsantritt des neuen CEO Björn Rosengren stark mit seiner Neuausrichtung beschäftigt, insbesondere mit der Loslösung der an Hitachi verkauften Stromnetzsparte. Nun kommt noch Gegenwind von der globalen Konjunkturlage hinzu.

Das schwächere Konjunkturumfeld habe einige Abnehmermärkte belastet, insbesondere den Robotik- und Automationssektor, lässt sich Voser in der Mitteilung zitieren. Angesichts dessen sei die Performance "robust".

In diesem Umfeld reduzierte sich auch der Betriebsgewinn auf Stufe EBITA um 1 Prozent auf 806 Millionen US-Dollar, wogegen die entsprechende Marge um 20 Basispunkte auf 11,7 Prozent anzog. Durch die Neubewertung eines Projekts im Geschäftsbereich Industrieautomation sei die operative
Marge um annähernd 90 Basispunkte geschmälert worden, heisst es dazu. Zudem wurde die Marge mit wegen nicht verrechenbaren Kosten für die Ausgliederung der Stromnetzsparte um 70 Basispunkte gedrückt.

Der Reingewinn ging um 15 Prozent auf 515 Millionen zurück. Davon entfallen 422 Millionen auf die fortgeführten Geschäfte, entsprechend einem Rückgang um 1 Prozent.

Für 2019 rechnet ABB mit einer Verbesserung der jährlichen operativen EBITA-Margen, unterstützt durch einen verbesserten Leistungsausweis von GEIS (General Electric Industrial Solutions), den weiteren Wegfall von Stranded Costs (nicht verrechenbare Kosten aus dem Verkauf der Stromnetzsparte), Verbesserungen im Nicht-Kerngeschäft und das Vereinfachungsprogramm von ABB.

Ausserdem sei angesichts der anhaltenden Schwäche einiger Absatzmärkte für 2019 auf vergleichbarer Basis mit einem moderaten jährlichen Umsatzwachstum zu rechnen, das vom Auftragsbestand des Unternehmens gestützt werde.

cf/rw



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