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Aktien New York: Schwächer nach Trump-Tweet und enttäuschenden US-Daten

02.12.2019 | 20:08

NEW YORK (awp international) - Die wichtigsten Indizes am US-Aktienmarkt sind am Montag schwach in den letzten Börsenmonat des Jahres gestartet. Überraschend gute Konjunkturdaten aus China rückten in den Hintergrund angesichts enttäuschender Daten aus der heimischen US-Wirtschaft und aktueller Äusserungen des Präsidenten. Donald Trump hatte zuvor auf Twitter die Reaktivierung von Zöllen auf Stahl und Aluminium aus Argentinien und Brasilien angekündigt.

Rund zwei Stunden vor Handelsschluss gab der Dow Jones Industrial um 0,73 Prozent auf 27 847,29 Punkte nach. Der marktbreite S&P 500 sank um 0,69 Prozent auf 3119,32 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 büsste 1,02 Prozent auf 8317,57 Punkte ein.

In den USA trübte sich die Industriestimmung ein. Der ISM-Indikator, der als gute Richtschnur für das gesamtwirtschaftliche Wachstum gilt, fiel im November wieder in Richtung seines im Spätsommer erreichten zehnjährigen Tiefstands. Zudem fielen die Bauausgaben im Oktober überraschend und deutlich.

Auf Unternehmensseite ging es insgesamt eher ruhig zu. Der "Cyber Monday", der nun auf den "Black Friday" folgte, lenkte den Fokus auf die Online-Handelsbranche - allerdings am Montag ohne Kursauswirkungen, denn noch lässt sich nicht absehen, wie gut die Geschäfte liefen. Die Aktien des Online-Handelsgiganten Amazon gaben im Zuge der insgesamt schwachen Tech-Branche um 1,9 Prozent nach.

Im Dow standen die Anteilsscheine von Boeing im Blick, die als Schlusslicht um etwas mehr als 2 Prozent nachgaben. Im Laufe des Dezember soll nun der Chef der Luftfahrtbehörde der USA (FAA), Stephen Dickson, erstmals vor dem Kongress zu den Sicherheitsproblemen der Boeing 737 Max befragt werden. Es werde dabei zunächst um die Rolle der FAA bei der Zertifizierung dieses Flugzeugtyps gehen, der bereits zwei Mal abgestürzt ist und insgesamt 346 Menschen in den Tod riss.

Die Anteile von ExxonMobil waren Favorit im Dow mit plus 0,8 Prozent. Chevron stemmten sich mit plus 0,1 Prozent gegen den negativen Markttrend. Beide profitierten vom Ölpreis, der sich zurzeit wieder etwas von seinem jüngsten Preisrutsch erholt. Konjunkturdaten aus China und Europa stützten. Zudem gab es Äusserungen aus dem Irak, die auf die Möglichkeit zusätzlicher Förderkürzungen schliessen lassen.

Unter den Nasdaq-Werten zeigten sich Netflix schwach mit minus 1,9 Prozent. Laut KeyBanc-Analyst Andy Hargreaves könnten die Abo-Trends sich angesichts der machtvollen Konkurrenz durch Walt Disneys Streaming-Video-Service Disney+ weiter eintrüben. Biogen gaben um 2,6 Prozent nach. Sie litten unter einer negativen Studie des Analysehauses Baird, das das Papier des Biotechunternehmens auf "Underperform" abgestuft hat./ck/fba


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