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Coronakrise trifft Nutzfahrzeugmarkt mit Verzögerung

03.04.2020 | 10:56

Bern (awp) - Der Markt für Nutzfahrzeuge in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein ist im ersten Quartal 2020 von den Auswirkungen der Corona-Pandemie noch weitgehend verschont geblieben.

So falle bei einer Zahl von 9'462 neuen Nutzfahrzeugen das Minus mit 9,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr noch relativ glimpflich aus, wie der Verband Auto-Schweiz am Freitag mitteilte.

So richtig werde die Krise durch den faktischen Bestellstopp im März und Produktionsschliessungen bei den Herstellern erst ab dem zweiten Quartal zu spüren sein - dann aber dafür möglicherweise umso härter, heisst es weiter.

Erste Auswirkungen der Krise im März

Erste Auswirkungen der Krise waren zwar gemäss Auto-Schweiz bereits im März zu spüren, dafür habe der Mark aber von den relativ guten Monaten Januar und Februar profitiert.

So steht bei den Personentransportfahrzeugen gar ein Plus von 19,3 Prozent auf 1'542 Zulassungen zu Buche. Antreiber war dabei der wachsende Markt für Wohnmobile.

Die schweren Güter-Transportfahrzeuge mit über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht verbuchten allerdings mit 2'636 Zulassungen ein Minus von 10,7 Prozent.

Und noch deutlicher bekommen bereits die leichten Nutzfahrzeuge die Krise zu spüren: hier lag der Rückgang mit 1'144 Immatrikulationen bei 14,1 Prozent.

Die 55'452 Personenwagen mitgerechnet wurden somit im ersten Jahresviertel 2020 in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein 64'914 neue Motorfahrzeuge in Verkehr gesetzt. Im Vergleich zum ersten Quartal 2019 bedeutet dies eine Abnahme von 21,4 Prozent.

"Müssen uns auf sehr negative Szenarien einstellen"

Damit dürfte dem Schweizer Nutzfahrzeugmarkt das Schlimmste noch bevorstehen. "Das ganze Ausmass der Krise werden wir erst im weiteren Jahresverlauf zu Gesicht bekommen. Wir müssen uns auf sehr negative Szenarien einstellen", fasste Christoph Wolnik, Mediensprecher von Auto-Schweiz, die derzeitige Lage zusammen.

Im Zentrum stehe nun aber vorerst, dass die Gesundheit und die Arbeitsplätze der über 225'000 Mitarbeitenden erhalten blieben, die in und für die Schweizer Fahrzeugbranche tätig sind.

jl/kw


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