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Devisen: Euro bleibt unter 1,09 Dollar - Franken wenig verändert

25.05.2020 | 11:29

FRANKFURT (awp international) - Der Euro ist am Montagvormittag unter der Marke 1,09 US-Dollar geblieben. Der etwas besser als gedacht ausgefallene Ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland stützte den Kurs nur leicht.

Am Vormittag liegt der Kurs bei 1,0889 Dollar. Noch vor der Publikation des Ifo-Index hat der Euro sein bisheriges Tagestief bei 1,0871 Dollar erreicht. Dies war der niedrigste Stand seit einer Woche.

Gegenüber dem Schweizer Franken notiert der Euro wenig verändert bei 1,0589, während der Dollar - ebenfalls kaum verändert - bei 0,9724 Franken steht. Die Schweizerischen Nationalbank (SNB) gab heute bekannt, dass die Sichtguthaben in der vergangenen Woche um 6,4 Milliarden Franken gestiegen sind.

Bröckelt gefühlte Untergrenze von 1,05 EUR/CHF?

Die Entwicklung der Sichtguthaben gilt als Indiz dafür, ob die SNB am Devisenmarkt interveniert, um den Franken zu schwächen. Dabei werde die Marke von 1,05 vom Euro zum Franken als eine Art neue Untergrenze gesehen, die es für die SNB zu verteidigen gelte, heisst es in einem Kommentar der ING.

Allerdings sieht die niederländischen Bank derzeit Gründe, warum diese neue, gefühlte Untergrenze bröckeln könnte. So wird die SNB gemäss ING dieses Jahr Mühe haben, mit dem Notendrucken der EZB mitzuhalten. Zudem werde Washington die Interventionen der SNB ganz genau im Auge behalten. Bereits im letzten Jahr hat das US-Finanzministerium die Schweiz auf ihre "Watch-List" potenzieller Währungsmanipulatoren gesetzt.

Ifo-Index steigt nach Rekordtief wieder

Die Stimmung deutscher Unternehmen hellt sich derweil nach einem historischen Einbruch wegen der Corona-Krise ein wenig stärker auf als von Analysten erwartet. Das vom Münchner Ifo-Institut erhobene Geschäftsklima stieg im Mai um 5,3 Punkte auf 79,5 Zähler. Der Anstieg erfolgt von einem Rekordtief aus. "Das Wiederanfahren der Wirtschaft ist für viele Unternehmen ein Silberstreif am Horizont", schreibt Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank.

Aktuell wird der Euro von dem auf breiter Front starken US-Dollar belastet. Die amerikanische Währung profitiert von ihrem Status als weltweite Reservewährung, die in den weiterhin unsicheren Zeiten verstärkt nachgefragt wird.

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