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Aktien Schweiz Vorbörse: Nach FOMC-Protokoll höhere Kurse erwartet

08.04.2021 | 08:43

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt wird am Donnerstag fester gesehen. Händler beschreiben die Stimmung nicht zuletzt dank der US-Notenbank Fed als sehr positiv. Das Fed will gemäss dem am Vorabend veröffentlichten Protokoll der jüngsten Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) an seiner lockeren Geldpolitik festhalten, auch wenn sich die Wirtschaft rasch erholt. Nach Ansicht von mehreren Analysten und Wirtschaftskapitänen dürfte die US-Wirtschaft vor einem länger dauernden Aufschwung stehen. Der Plan von US-Präsident Joe Biden für eine grünere Wirtschaft in Verbindung mit einem Konjunkturpaket in einer noch nie gesehenen Grössenordnung könnte auch einen noch nie dagewesenen Boom der US-Wirtschaft und der Nachfrage nach Produkten und auch Aktien auslösen, sagte ein Analyst.

Dass vor diesem Hintergrund Konjunkturzahlen oder das EZB-Sitzungsprotokoll die gute Stimmung trüben könnten, glauben die Händler nicht. Da die Börsen aber nahe oder auf Rekordniveau stünden, könnte es vor einem weiteren starken Anstieg dennoch zu einer Konsolidierung kommen, heisst es am Markt. "Wir sind technisch überkauft", sagt ein Händler. Der SMI etwa habe Mühe, sich über der Marke von 11'200 Punkten festzusetzen.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete SMI steigt gegen 08.15 Uhr um 0,48 Prozent auf 11'181,40 Punkte. 19 der 20 SMI Titel werden höher gestellt. Einzig Zurich sind leichter. Die Gewinne erstrecken sich zwischen +1,0 Prozent für ABB und Richemont bis +0,2 Prozent für SGS. Der Elektrotechnikkonzern ABB startet das bereits früher angekündigte Aktienrückkaufprogramm über 4,3 Milliarden Dollar am (morgigen) 9. April.

Bei Richemont (+1,0% auf 94,23 Fr.) dürfte die Kurszielerhöhung der Citigroup auf 107 von 100 Franken Auslöser des Anstiegs sein. Das Rating lautet "Buy".

Roche (+0,8%) zählen ebenfalls zu den stärkeren Bluechips. Der Pharmariese wird am diesjährigen neurologischen Fachkongress AAN (American Academy of Neurology) unter anderem Daten zu Evrysdi, mit dem Patienten mit der erblichen Muskelerkrankung Spinale Muskelatrophie (SMA) behandelt werden, und zum MS-Mittel Ocrevus veröffentlichen.

Zurich (-0,1%) dagegen sind schwächer indiziert. Der Versicherer ist laut Medienberichten in Grossbritannien in einen Immobilienskandal verwickelt, der dem Versicherer milliardenhohe Schadenersatzzahlungen bescheren könnte.

Bei den Aktien aus der zweiten Reihe fallen U-blox (+1,8%) positiv auf. Der Chiphersteller will eine demnächst fällige Anleihe über 60 Millionen Franken aus seinen Barmitteln tilgen. Danach betrage der Cash-Bestand des Unternehmens noch rund 40 Millionen Franken. U-blox verfüge zudem über beträchtliche Kreditlinien bei Banken für zusätzliche Flexibilität.

pre/kw


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