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Devisen: Euro zu Dollar wenig bewegt - Franken und Yen gefragt

06.12.2018 | 11:14

FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat sich am Donnerstag im Vormittagshandel gegenüber dem US-Dollar kaum von der Stelle bewegt. Die Gemeinschaftswährung kostet 1,1340 Dollar und damit in etwa so viel wie am Vorabend. Starke Impulse blieben im Devisenhandel am Donnerstag bisher aus.

Der Schweizer Franken legte derweil gegenüber dem Euro wie auch dem Dollar leicht zu. Ein Euro kostet am Vormittag 1,1308 Franken. Der Dollar notiert zum Franken auf 0,9973. Noch deutlicheren Zulauf erhielt der japanische Yen. Marktteilnehmer erklärten die Suche der Anleger nach sicheren Häfen mit der schlechten Stimmung an den Börsen. Diese wurde belastet durch die Verhaftung der Huawei-Finanzchefin in Kanada, die auf Geheiss der USA bereits am 1. Dezember erfolgte und erst jetzt bekannt wurde.

Der Vorfall birgt politischen Sprengstoff, weil der Telekom-Riese Huawei eines derjenigen chinesischen Unternehmen ist, die stellvertretend für den strategischen Wirtschaftskonflikt zwischen den USA und China angesehen werden.

Ein Vertreter des chinesischen Handelsministeriums gab sich am Donnerstag jedoch unbeeindruckt und verwies auf Fortschritte in den Handelsgesprächen der beiden grössten Volkswirtschaften der Welt. Er lehnt es ab, die Verhaftung der Huawei-Managerin zu kommentieren.

Am Donnerstag dürften die Anleger am Devisenmarkt auch auf die zahlreichen amerikanischen Konjunkturdaten blicken. Aufgrund des Staatstrauertages wegen des Todes des ehemaligen US-Präsidenten George H. W. Bush werden sämtliche Wirtschaftszahlen, die eigentlich am Mittwoch veröffentlicht werden sollten, nachgereicht. Im Blickpunkt dürften Zahlen vom Arbeitsmarkt und zur Stimmung im grossen Dienstleistungssektor stehen.

bgf/tos/stw/jl


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