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Aktien New York Ausblick: Talfahrt dürfte sich fortsetzen

06.12.2018 | 14:51

NEW YORK (awp international) - Die Talfahrt an den US-Börsen dürfte sich nach dem Staatstrauertag am Donnerstag mit Tempo fortsetzen. Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial 1,6 Prozent tiefer bei 24 640 Punkten. Damit dürfte sich der US-Leitindex der ausgeprägten Schwäche an den Aktienmärkten Asiens und Europas anschliessen.

Auslöser ist Händlern zufolge die Verhaftung der chinesischen Huawai-Finanzchefin in Kanada, deren Auslieferung die USA gefordert hat. Dadurch könnten die Spannungen zwischen China und den USA wieder zunehmen. Hinzu kommen charttechnische Gründe. Der Abgabedruck nehme zu, konstatierte Andreas Büchler von Index-Radar. "Insbesondere auf längere Sicht drohen Kurse unterhalb der 24 000er-Marke."

Am vergangenen Wochenende hatten die beiden weltgrössten Volkswirtschaften einen einstweiligen Waffenstillstand im Zollstreit ausgehandelt. Daraufhin waren die Aktienmärkte am Montag weltweit kräftig gestiegen, bevor es ab Dienstag umso heftiger wieder abwärts ging.

Aktuell sorgen sich die Anleger darüber, dass die Forderung der USA, die Finanzchefin des chinesischen Smartphone-Herstellers an die Vereinigten Staaten auszuliefern, die Chinesen neu verärgern könnte. Es drohe ein weiterer Tiefpunkt in den wegen des Handelskonflikts ohnehin bereits strapazierten Beziehungen zwischen den USA und China, sagte ein Händler. Dass sich das chinesische Handelsministerium im Zollkonflikt inzwischen zuversichtlich gibt, wurde dabei zugleich kaum beachtet. Wenig Interesse fanden angesichts der Marktturbulenzen auch die bisher veröffentlichten Wirtschaftsdaten zur Produktivität oder auch der Beschäftigung im Privatsektor, denen weitere nach Handelsstart folgen werden.

Unter den Einzelwerten dürften die Aktien der Citigroup ihren 4,5-prozentigen Verlust vom Dienstag ausweiten. Finanzchef John Gerspach hatte am Mittwoch gesagt, dass die Bank ihr Rentabilitätsziel für 2018 wegen rückläufiger Erträge im vierten Quartal verfehlen könnte. Vorbörslich büssten die Papiere 2,2 Prozent ein.

Zudem legt der Apple -Zulieferer Broadcom seine Quartalszahlen vor, die am Markt hohe Beachtung finden dürften, nachdem zuvor zahlreiche andere Zulieferer des iPhone-Herstellers mit ihren Zahlen enttäuscht und ihre Umsatzziele gesenkt hatten. Der Halbleiterhersteller gibt seine Zahlen zum vierten Geschäftsquartal nach Börsenschluss bekannt. Activision Blizzard könnten sich womöglich dem Abwärtsdruck widersetzen. Vorbörslich legten sie um rund 1 Prozent zu und profitierten davon, dass JPMorgan die Papiere des Computer- und Videospiele-Konzerns auf "Overweight" hochgestuft hat./ck/fba


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