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Devisen: Eurokurs fällt auf tiefsten Stand seit November

12.02.2019 | 11:36

FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat am Dienstag an die Kursverluste vom Vortag angeknüpft und ist auf den tiefsten Stand seit drei Monaten gefallen. Am Vormittag wurde die Gemeinschaftswährung 1,1258 Dollar gehandelt. So tief stand der Kurs zuletzt Mitte November.

Noch schwächer zeigt sich allerdings der Franken, welcher angesichts der zunehmenden Risikoneigung der Investoren weiter an Attraktivität verliert. So legt der Euro am Berichtstag auf 1,1364 von 1,1330 am Mogen zu und der US-Dollar auf 1,0077 von 1,0041 Franken.

Marktteilnehmer erklärten die Kursentwicklung mit einer ausgeprägten Dollar-Stärke, eine Folge zahlreicher politischer und wirtschaftlicher Risiken in der Welt. Die amerikanische Währung gilt als Weltreservewährung, die von Anlegern in unsicheren Zeiten verstärkt nachgefragt wird.

Devisenexperte Manuel Andersch von der BayernLB verwies als Erklärung für die Euroschwäche auch auf jüngste Meldungen aus Italien. Die populistische Regierung in Rom hatte die Notenbank des Landes kritisiert und will einen Austausch der Führungsriege der Banca d'Italia. Ausserdem wolle die Regierung offenbar die Goldreserven der italienischen Notenbank zur Finanzierung des Staatshaushalts nutzen, sagte Andersch.

Im Mittelpunkt steht am Devisenmarkt auch die politische Lage in Grossbritannien. Am frühen Nachmittag wird eine Ansprache von Grossbritanniens Premierministerin Theresa May im Parlament erwartet. Sie will über Stand und Fortgang des Brexit unterrichten.

Am Vorabend war ausserdem bekannt geworden, dass die Euro-Finanzminister sich auf einen neuen Chefvolkswirt für die EZB geeinigt haben. Jetzt wird erwartet, dass die 28 EU-Finanzminister im Laufe des Tages offiziell ihre Empfehlung für den derzeitigen irischen Notenbankchef Philip Lane als Nachfolger von Peter Praet aussprechen werden, dessen Amtszeit Ende Mai endet.

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