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Aktien Schweiz Eröffnung: Schwächer - Sorge um Zollstreit belastet

12.06.2019 | 09:30

Zürich (awp) - Die Schweizer Börse legt nach dem Rekordlauf vom Vortag am Mittwoch eine Verschnaufpause ein und gibt auf breiter Front nach. Negative Vorgaben aus dem Ausland lassen die Anleger laut Händlern vorsichtig agieren. Der Optimismus, den die einstweilige Einigung zwischen den USA und Mexiko im Zollstreit ausgelöst habe, sei wieder abgeebbt, nachdem US-Präsident Donald Trump im Handelskonflikt mit China wieder gedroht habe, heisst es am Markt.

Kursweisende Impulse erwarten die Marktteilnehmer am Nachmittag von der Veröffentlichung der US-Inflationszahlen. Wenn diese geringer als erwartet ausfallen sollten, dürften die Zinssenkungserwartungen angeheizt werden, heisst es am Markt.

Der Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 09.10 Uhr um 0,53 Prozent schwächer auf 9'784,08 Punkten. Am Dienstag hatte der Leitindex mit 9'871,44 Zählern ein neues Rekordhoch erreicht. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) sinkt um 0,58 Prozent auf 1'500,80 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,36 Prozent auf 11'840,63 Punkte. 28 SLI-Titel geben nach und nur zwei legen zu.

Deutlich tiefer sind LafargeHolcim (-3,1%). Grossaktionär Thomas Schmidheiny hat seinen Anteil auf 7,2 Prozent von 10,9 Prozent reduziert. Rund 2,4 Prozent davon sei am Dienstag im Rahmen eines Block-Trades zu 48,70 Franken je Titel verkauft worden, berichten Händler. Weitere 1,3 Prozent beinhalten eine derivative Struktur über Call-Optionen.

Gegen den Trend fester sind Lonza (+1,5% auf 333,60 Fr.). Gemäss Händlern hat Mainfirst den Pharmazulieferer auf "Outperform" von "Neutral" hochgestuft. Das Kursziel laute auf 385 Franken. Die Aktie hat am Dienstag 2,6 Prozent gewonnen.

Gewinnmitnahmen drücken die Aktien der Banken UBS (-1,1%), Credit Suisse (-1,2%) und Julius Bär (-1,1%). Die Technologiewerte AMS (-2,4%), Logitech (-1,5%) und Temenos (-1,0%), die am Vortag den Anstieg zusammen mit den Banken angeführt hatten, schwächen sich ebenfalls ab. Der Elektrokonzern ABB verliert 0,6 Prozent des Werts.

Gegen den Trend leicht höher sind die Aktien des Hörgeräterherstellers Sonova (+0,04%).

Positive "Apothekermeldungen" bewahren Novartis (-0,3%) und Roche (-0,6%) nicht vor schwächeren Kursen. Novartis hat positive Studiendaten für Cosentyx bei Arthritis veröffentlicht. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat für das Roche-Mittel Mabthera für zwei Blutgefässerkrankungen den Status "priority review" gewährt.

pre/ra


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