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Aktien Schweiz Eröffnung: Leichte Kursaufschläge - Feste Roche stützen

07.12.2017 | 10:15

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Donnerstag mit leichten Kursaufschlägen in den neuen Handelstag gestartet und setzt damit die Erholungsbewegung vom Mittwochnachmittag fort. Die Vorgaben präsentieren sich etwas durchzogen. So hatten die US-Börsen am Vorabend nach dem europäischen Börsenschluss noch nachgegeben, allerdings konnten sich etwa die Technologiewerte von den jüngsten Kursabgaben erholen. In Asien hat in der Nacht der japanische Aktienmarkt nach den starken Verlusten des Vortags zugelegt.

Die Chancen für eine "kleine Weihnachtsrally" an den Märkten seien noch vorhanden, für den ganz grossen Sprung dürfte es aber nicht mehr reichen, kommentiert ein Marktanalyst. Ins Zentrum des Interesses rücken die am Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktdaten. Bereits am Donnerstagnachmittag stehen dazu mit der Publikation der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA weitere Hinweise an. In der Schweiz ist die Arbeitslosenquote im November laut den neusten Zahlen etwas angestiegen, der saisonbereinigte Wert hat aber abgenommen.

Der Swiss Market Index (SMI) notiert um 09.30 Uhr 0,20% im Plus bei 9'328,71 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) steigt 0,19% auf 1'494,40 und der breite Swiss Performance Index (SPI) gewinnt 0,23% auf 10'688,22 Zähler. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 22 im Plus und acht im Minus.

Die stärksten Avancen im SMI/SLI entfallen auf Aryzta (+1,3%), nachdem die Titel des angeschlagenen Backwarenkonzerns bereits am Vortag zu den deutlichen Gewinnern gehört hatten. Das Unternehmen hat die schon am Mittwoch durchgesickerten Gerüchte bestätigt, dass es aus seiner Beteiligung am französischen Tiefkühlproduktehersteller Picard eine Ausschüttung erwarten darf. Für die ZKB handelt es sich aber erst um einen "leicht grösserer Tropfen auf den heissen Stein".

Zulegen können auch die am Vortag noch schwachen Logitech-Titel (+1,1%), die von der jüngsten Erholung der Technologiewerte profitieren dürften. Das UBS-Research hat seine Kaufempfehlung für die Aktien des Computerzubehör-Herstellers bei leicht angehobenem Kursziel bestätigt. Der zuständige Analyst verweist auf einen starke Dynamik im Dezember und billigt dem Unternehmen "gute Perspektiven" für das laufende und das kommende Geschäftsjahr zu.

Gestützt werden die Indizes vor allem von den festen Roche (+0,8%). Der Pharmakonzern hat am Morgen neue Studiendetails zu einer neuen Lungenkrebs-Kombinationstherapie mit dem Immun-Therapeutikum Tecentriq sowie Avastin und Chemotherapie vorgelegt, zudem hat der Basler Konzern weitere Informationen zu seinem Bluter-Medikament Hemlibra präsentiert.

Dagegen geben die bereits am Vortag schwachen Novartis (-0,1%) noch etwas nach. Das Unternehmen hat nun die Angebotsphase für die rund 3,9 Mrd USD teure Übernahme des auf Nuklearmedizin spezialisierten Unternehmens Advanced Accelerator Applications (AAA) begonnen, wobei eine Andienungsquote von mindestens 80% angestrebt wird. Zudem hat der Pharmakonzern positive Studiendaten zu seinem Krebsmittel Kisqali angekündigt.

Ebenfalls etwas fester notieren die Aktien des dritten Schwergewichts Nestlé (+0,2% auf 85,95 CHF). Am Mittwoch hatten die Titel des SMI-Schwergewichts mit deutlichen Avancen die Indizes gestützt, wobei sie zeitweise ihr bisheriges Rekordhoch von 86,40 CHF egalisiert hatten.

Klar im Plus notieren die Aktien des Vermögensverwalters Julius Bär (+0,8%), während die Aktien der Grossbanken CS (+0,1%) und UBS (-0,1%) nicht vom Fleck kommen. Der Asset Manager Partners Group (+0,7%) hat bekanntgegeben, seit Anfang Jahr für seine Kunden US-Büroliegenschaften im Wert von über 1 Mrd USD erworben zu haben.

Am breiten Markt ziehen die Titel des Chipherstellers AMS (+2,2% auf 89,40 CHF) an, die ebenfalls vom Rebound der Technologiewerte profitieren dürften. Am Berichtstag bekräftigte die Credit Suisse zudem die Kaufempfehlung und erhöhte das Kursziel deutlich auf 125 CHF. Am Vortag hatten AMS allerdings mit einem Minus von 5,9% noch zu den schwächsten Titeln am Markt gehört.

Die Titel der SFS Gruppe (+1,7%) erhalten ebenfalls Unterstützung von einem bekräftigen "Buy"-Rating des UBS-Research.

Der Komponentenhersteller Schaffner (-0,3) hat für sein Ende September abgeschlossenes Geschäftsjahr 2016/17 erwartungsgemäss eine Umsatz- und Gewinnzunahme vermeldet, die Analysten der ZKB kritisieren allerdings eine tiefe Profitabilität im 2. Halbjahr.

tp/ys


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