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Aktien Schweiz: SMI weiter im Minus - Dividenden-Abgang bei Nestlé belastet

16.04.2018 | 12:25

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt tendiert am ersten Handelstag der Woche gegen Mittag hin weiter leicht negativ. Die Mehrheit der Titel notiert dabei zwar im grünen Bereich, doch zieht der Dividenden-Abgang bei Nestlé den Leitindex SMI ins Minus. Am Berichtstag verläuft der Handel auch wegen des Feiertages "Sächsilüüte" in der Bankenmetropole Zürich eher in ruhigen Bahnen. Grundsätzlich ist die Stimmung von einer gewissen Erleichterung gekennzeichnet. So war an den Finanzmärkten mit einem grösseren militärischen Angriff gegen Syrien als Antwort auf einen vermeintlichen Giftgaseinsatz in dem Land gerechnet worden.

"Die Märkte schlagen sich auf die Seite des US-Präsidenten und betrachten das Thema Syrien als abgeschlossen", lautete ein Kommentar aus Marktkreisen. Zwar fehlten für grössere Gewinne noch die Impulse, doch gehe es nun schon bald wieder los mit der Berichtssaison. Der Zahlenreigen der Unternehmen sei eine willkommene Ablenkung von den schlechten Nachrichten der vergangenen Wochen. In der Schweiz stehen mit Nestlé und Novartis am Donnerstag die Quartalsabschlüsse von zwei SMI-Schwergewichten auf dem Programm. Am Nachmittag könnten allenfalls noch US-Konjunkturdaten für gewisse Impulse sorgen.

Der Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 11.50 Uhr 0,20 Prozent tiefer bei 8'758,62 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) notiert fast unverändert bei 1'441,35 Zählern, und der breite Swiss Performance Index (SPI) nimmt um 0,35 Prozent auf 10'335,10 Punkte zu. Von den 30 wichtigsten Titel notieren sechs im Minus und 24 im Plus.

Im Minus stehen beispielsweise Swatch (-0,6%) und Givaudan (-0,2%), für die Goldman Sachs das Kursziel leicht gesenkt hatte. Angeführt wird das Verlierertableau aber klar durch die Papiere von Nestlé (-2,3%). Sie werden Ex-Dividende gehandelt und ziehen deshalb den Gesamtindex in den roten Bereich.

Keine einheitliche Richtung geben die Pharmaschwergewichte Novartis (-0,1%) und Roche GS (+0,6%) vor, zu denen es ebenfalls Neuigkeiten gibt. So hat der Roche-Konzern für sein Mittel Ocrevus zur Behandlung von Patienten mit der Krankheit Multipler Sklerose neue Daten in Aussicht gestellt. Zudem werde der Konzern auch bald Daten aus seiner neurowissenschaftlichen Pipeline vorlegen. Branchennachbar Novartis wiederum konnte positive Resultate zum Herzmittel Entresto vermelden.

Leicht positiv präsentieren sich die Grossbankentitel UBS (+0,3%) und Credit Suisse (+0,1%). Deren Kurse standen zum Ende der Vorwoche noch im Zusammenhang mit der Publikation von Quartalszahlen von Branchennachbarn wie JP Morgan, Wells Fargo und Citigroup unter Beobachtung.

Für Gesprächsstoff sorgen am Montag Adecco (+0,1%). Das Unternehmen tätigt eine weitere grössere Akquisition und übernimmt die weltweit im Bereich digitaler Ausbildung und Karrieren-Transformation tätige Firma General Assembly (GA). Der Unternehmenswert der Übernahme beträgt den Angaben zufolge 412,5 Millionen US-Dollar. Dieser Preis sei stolz, doch bestehe ein signifikantes Synergiepotenzial, kommentiert die ZKB den Zukauf.

An der Indexspitze befinden sich schliesslich die Papiere des Reisedetailhändlers Dufry, gefolgt von Vifor-Pharma (je +0,8%). Letztere sind am Freitag nach einer Abstufung noch um knapp 8% eingebrochen.

Am breiten Markt stehen Sulzer (+0,2%) inzwischen leicht im Plus. Aufgrund der Russland-Sanktionen liegt der Fokus erneut auf den Titeln. So betrug der Kaufpreis für die fünf Millionen Aktien die Sulzer erworben hat insgesamt 546 Mio Franken. Dafür wurde mittlerweile von den US-Behörden auch die blockierten Vermögenswerte wieder freigegeben.

Im Gegensatz dazu notieren Emmi (-0,6%) nach dem Dividenden-Abgang knapp im roten Bereich. Im Plus stehen dafür wiederum Siegfried (+2,1%). Research Partners hatte zuvor das Kursziel für Siegfried deutlich erhöht und die Einstufung auf "Kaufen" belassen.

Das Cybersicherheitsunternehmen Wisekey (+4,3%) konnte 2017 den Umsatz steigern und den Verlust immerhin reduzieren. Ausserdem gab das Unternehmen ein neues Joint Venture in China bekannt. Im Gegensatz dazu kommt es beim Energieunternehmen Romande Energie (-0,4%) nach Zahlen zu geringfügigen Abgaben.

kw/cf


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