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Sulzer war laut dem CEO existenziell bedroht

16.04.2018 | 21:30

Zürich (awp) - Sulzer war durch die US-Sanktionen existenziell bedroht. Das sagte CEO Greg Poux-Guillaume am Montagabend gegenüber dem Wirtschaftsmagazin Eco von SRF. "All unsere Bankkonten waren blockiert, wir konnten keine Überweisungen in Dollar ausführen, nirgendwo auf der ganzen Welt", so der Firmenchef. "Wir konnten teilweise die Angestellten nicht mehr zahlen, wir konnten keine neuen Aufträge annehmen, wir waren gelähmt."

Viktor Vekselbergs Vertreter hätten nach intensiven Diskussionen verstanden, "dass sie schnell handeln mussten, wenn Sulzer überleben soll". Mit Vekselberg selber habe er jedoch nie über das Thema oder den Verkauf von Aktien gesprochen.

Der Sulzer-CEO räumte im Interview ein, dass er von der Geschwindigkeit der aufgetauchten Probleme überrascht worden sei. Ein Kränzchen windet er den Schweizer Behörden. Seines Wissens habe sich auch Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann hinter den Kulissen eingeschaltet.

Poux-Guillaume geht davon aus, dass die Probleme nun gelöst sind. Zur Grössenordnung des entstandenen Schadens wollte er sich nicht äussern. Er hofft auf der anderen Seite, die Vekselberg abgekauften Aktien eines Tages zu einem guten Preis verkaufen zu können.

Wie am Montagmorgen bekannt wurde, hat Sulzer beim Aktienrückkauf von Vekselbergs Firma Renova einen Preis von 109,13 Franken je Papier bezahlt. Die Transaktionssumme betrugt damit rund 546 Millionen.

rw/



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