Eine neue Generation von Computern erobert den Markt: der Quantencomputer. In Kombination mit Künstlicher Intelligenz eröffnet er völlig neue Möglichkeiten.
Es gibt Dinge, die muss man nicht verstehen, solange sie funktionieren. Quantencomputer zum Beispiel gehören dazu. Sie rechnen nicht wie übliche Computer mit klassischen Bits, sie nutzen Quantenbits, kurz Qubits. Durch die Nutzung der Quantenphysik können diese Qubits nicht nur den Zustand 0 «oder» 1 einnehmen, wie es bei klassischen Bits der Fall ist, sondern auch beide Zustände gleichzeitig – also 0 «und» 1. Mit dieser Fähigkeit kommen Quantencomputer unserer komplexen Welt deutlich näher, als es ein normaler Computer jemals könnte.
Aus Quantencomputing und KI wird Quanten-KI
Quantencomputing ist beispielsweise dann gefragt, wenn in der medizinischen Forschung die Wechselwirkungen von Molekülen untersucht werden sollen, um neue Arzneien zu entwickeln. Das könnte die Medikamentenentwicklung deutlich beschleunigen und klinische Versuche an Tier und Mensch potenziell überflüssig machen. Und, die Künstliche Intelligenz wird durch Quantencomputer erst so richtig intelligent, sagen Beobachter. Die sogenannte Quanten-KI soll alle bisher vorhandenen Möglichkeiten in den Schatten stellen. Durch die Verbindung der zwei Schlüsseltechnologien Quantencomputing und KI wird Quanten-Maschinelles Lernen möglich, das die Funktionsweise unseres Gehirns nachahmt. KI ohne Quantencomputing ist laut Experten vergleichbar mit «Porschefahren mit tonnenschwerem Anhänger»; KI mit Quantencomputing hingegen gleicht einem «Porsche mit Warp-Antrieb» , der sich mit Überlichtgeschwindigkeit bewegt. Auch wenn solche Vergleiche vielleicht etwas plakativ wirken mögen, verdeutlichen sie die Dimension des technologischen Sprungs.
Die disruptive Kraft des Quantencomputing
Dem Quantencomputing wird von Experten eine disruptive Kraft zugeschrieben – das soll heissen, dass die Technologie Bestehendes völlig über Bord werfen und Märkte durcheinanderwirbeln wird. Der normale „Bit-Computer“ könnte schon bald der Vergangenheit angehören und der Quantencomputer zum Standard werden. Auch wenn es noch keinen erschwinglichen Quantencomputer «von der Stange» für jedermann zu kaufen gibt, ist das wohl nur eine Frage der Zeit. Und weil das so ist, könnten Unternehmen, die in Sachen Computer heute noch als technologische Spitzenreiter gelten, schon in kurzer Zeit in Bedrängnis kommen, wenn sie dem Quantencomputing zu wenig Beachtung schenken. Neue Unternehmen werden aufkommen, und den Markt übernehmen. Das ist disruptiv, im wahrsten Sinne des Wortes.
Quantencomputing fürs Depot
Anleger können das Thema Quantencomputing schon heute in ihr Depot integrieren. BNP Paribas bietet Hebelprodukte auf spezialisierte «Quantencomputer-Unternehmen» wie Rigetti Computing, IonQ und D-Wave Quantum an. Darüber hinaus sind auch Giganten wie IBM, Alphabet und Microsoft im «Quanten-Geschäft» tätig, auf die BNP Paribas ebenfalls Produkte offeriert.
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