News

Finma ruft Banken zu "umsichtiger Ausschüttungspolitik" auf

25.03.2020 | 14:38

Bern (awp) - Die Finanzmarktaufsicht Finma unterstützt das Liquiditätspaket des Bundesrats und ruft die Banken zu einer "umsichtigen Ausschüttungspolitik" auf. Dies sei nötig, um die bestehende Robustheit der Schweizer Finanzinstitute beizubehalten, teilte die Finma am Mittwoch mit.

Eine umsichtige Ausschüttungspolitik sei als "vorbeugende Massnahme" angebracht, um die Widerstandsfähigkeit auch im Falle einer länger dauernden Phase des Abschwungs aufrechtzuerhalten.

___ Alle Rückkaufprogramme sistiert

Die Finma begrüsse es deshalb, dass sich "gemäss unseren Abklärungen" alle Finanzinstitute in der Schweiz entschieden hätten, ihre Aktienrückkaufprogramme zu sistieren.

Die Finma empfiehlt Verwaltungsräten von Banken und Versicherungen zudem, "sorgfältig abzuwägen", wie hoch ausstehende Dividenden im aktuellen Umfeld ausfallen sollen. "Starke Institute, die freiwillig ihre Ausschüttungen beschränken oder verschieben, werden länger stark bleiben", so die Finma.

___ Neue Berechnung Leverage Ratio

Um die Institute bei der Bereitstellung von Liquidität zu unterstützen, gewährt die Finma ausserdem eine temporäre Ausnahme bei der Berechnung der Leverage Ratio. Diese könne ohne Zentralbankenguthaben berechnet werden.

Die Massnahme betrifft laut den Angaben rund 20 Milliarden Franken an Kapital. Dieses stehe so zur Verfügung, um zum Beispiel die Realwirtschaft mit Liquidität zu versorgen. Die Massnahme gilt laut der Mitteilung vorerst bis zum 1. Juli.

Ausserdem unterstützt die Finma "ausdrücklich" das Massnahmenpaket des Bundesrats und erwartet von den Banken, dass sie die von der SNB neu geschaffenen Möglichkeiten ausschöpfen, wie es weiter heisst. Das Aufsichtsorgan teilt zudem auch die Auffassung der SNB, dass der antizyklische Kapitalpuffer aufgehoben werden soll.

rw/kw



Bitte warten...
Der Kursdaten-Push wurde aufgrund einer Zeitüberschreitung deaktiviert. Bitte klicken Sie auf "Seite aktualisieren", um fortzufahren.