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Devisen: Euro weitet zum Dollar Gewinne aus - zum Franken über 1,13

20.09.2018 | 13:29

FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat am Donnerstag bis am frühen Nachmittag seine Kursgewinne gegenüber dem US-Dollar ausgeweitet. Aktuell kostet die Gemeinschaftswährung 1,1723 Dollar.

Das Währungspaar Euro/Schweizer Franken bewegt sich derzeit nahe der Marke von 1,13. Aktuell steht der Euro knapp darüber auf 1,1312 Franken. Unter Druck geriet der Franken am Vormittag, nachdem die Schweizerische Nationalbank (SNB) ihre lockere Geldpolitik bestätigt hatte. Der Eurokurs stieg nach dem SNB-Entscheid bis auf 1,1319 Franken. Derweil fiel der Dollar am Mittag auf ein neues Tagestief bei 0,9647 Franken. Aktuell bewegt er sich auf diesem Niveau.

Die Schweizer Wirtschaft läuft auf Hochtouren und gleichzeitig muss die Schweizerische Nationalbank (SNB) an ihren ultratiefen Zinsen festhalten, um einer unerwünschten Aufwertung des Schweizer Frankens entgegenzusteuern. Sorgen macht sich SNB-Präsident Thomas Jordan deshalb aber nicht. "Die Gefahren sind nicht so gross, denn wir sehen keine Überhitzungsgefahr", erklärte Jordan am Donnerstag im Gespräch mit Radio SRF. Die Währungshüter könnten sich daher ihre expansive Geldpolitik leisten.

Der Kalender für Daten aus der Eurozone ist weitgehend leer. In den USA stehen einige Wirtschaftszahlen an, allerdings eher aus der zweiten Reihe mit geringer Marktrelevanz. Am Abend äussern sich in New York EZB-Chefvolkswirt Peter Praet und in Freiburg Bundesbankpräsident Jens Weidmann.

Trotz einer Leitzinserhöhung der norwegischen Notenbank ist die Krone zu allen wichtigen Währungen gefallen. Die norwegische Notenbank hat ihren Leitzins erstmals seit sieben Jahren angehoben. Der Leitzins steige um 0,25 Prozentpunkte auf 0,75 Prozent. Dies war erwartet worden. Die Krone geriet laut Experten unter Druck, da viele Beobachter erwartet hatten, dass die Notenbank stärkere Zinserhöhungen für die Zukunft in Aussicht stellen könnte.

Das britische Pfund legte hingegen auf breiter Front zu. Im August sind die Einzelhandelsumsätze überraschend gestiegen. Die schwierigen Brexit-Gespräche auf dem EU-Gipfel in Salzburg spielten am Markt hingegen kaum eine Rolle. Sowohl EU-Ratspräsident Donald Tusk als auch die britische Premierministerin Theresa May forderten die jeweils andere Seite auf, sie müsse sich bei den Brexit-Verhandlungen bewegen. Der belgische Regierungschef Charles Michel sagte zu den Ideen von May: "Die Vorschläge sind nicht gut genug, um zu einer Vereinbarung zu kommen."

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