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Aktien Schweiz Vorbörse: Schwächer erwartet - Sorge um Zollstreit frischt auf

12.06.2019 | 08:45

Zürich (awp) - Nach dem Rekordlauf am Vortag wird die Schweizer Börse am Mittwoch schwächer gesehen. Negative Vorgaben aus Fernost und aus den USA, wo die Kursgewinne am Vortag nach einem festen Start zum Schluss wieder abgeschmolzen sind, dürften die Anleger vorsichtig stimmen, sagen Händler. Nach der einstweiligen Einigung zwischen den USA und Mexiko im Zollstreit sei der Optimismus wieder etwas geschwunden, auch weil US-Präsident Donald Trump im Handelskonflikt mit China erneut gedroht habe, heisst es am Markt.

"Wir hatten einen Deal mit China und sie sind zurückgewichen", sagte Trump am Dienstag. Trump will sich mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping beim G20-Gipfel Ende Juni im japanischen Osaka treffen. Trump drohte, wenn Xi nicht komme, könnten alle Importe aus China in die USA mit Sonderzöllen belegt werden.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete SMI notiert gegen 08.15 Uhr um 0,48 Prozent tiefer bei 9'788,43 Zählern. Am Dienstag ist der Leitindex um 0,89 Prozent gestiegen und hat bei 9'871,44 Zählern vorübergehend ein Rekordhoch erreicht.

Kursweisende Impulse erwarten die Marktteilnehmer am Nachmittag von der Veröffentlichung der US-Inflationszahlen. Wenn diese geringer als erwartet ausfallen sollten, dürften die Zinssenkungserwartungen angeheizt werden, heisst es am Markt.

Vorbörslich werden bei Julius Bär 19 der 20 SMI-Titel schwächer gestellt. Die Verluste belaufen sich mehrheitlich auf weniger als ein Prozent. Deutlich tiefer sind LafargeHolcim (-2,4%). Grossaktionär Thomas Schmidheiny hat seinen Anteil auf 7,2 Prozent von 10,9 Prozent reduziert. Rund 2,4 Prozent davon sei am Dienstag im Rahmen eines Block-Trades zu 48,70 Franken je Titel verkauft worden, berichten Händler. Eine zweite Tranche im Umfang von 1,3 Prozent beinhalte eine derivative Struktur über Call-Optionen.

Gegen den Trend fester indiziert sind Lonza (+0,7% auf 330,90 Fr.). Gemäss Händlern hat Mainfirst den Pharmazulieferer auf "Outperform" von "Neutral" hochgestuft. Das Kursziel laute auf 385 Franken. Die Aktie hat am Dienstag 2,6 Prozent gewonnen.

Positive "Apothekermeldungen" bewahren Novartis (-0,5%) und Roche (-0,4%) nicht vor schwächeren Kursen. Novartis hat positive Studiendaten für Cosentyx bei Arthritis veröffentlicht. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat für das Roche-Mittel Mabthera für zwei Blutgefässerkrankungen den Status "priority review" gewährt.

pre/ra


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